ECHANGE

                                                                                           Großheide, den 07.10.2017          

 

 

 

ECHANGE

   „Weißt Du, Richard, die meisten Leute glauben, dass der Wille, zu überleben, der stärkste menschliche Instinkt ist, aber das stimmt nicht. Der stärkste menschliche Instinkt ist, die Dinge vertraut bleiben zu lassen.“      Virginia Satir

Die Aussage von Virginia Satir bringt es auf den Punkt. Der Mensch mag von Natur aus keine Veränderungsprozesse – weder beruflich noch privat. Sie können für ihn sehr anstrengend, beunruhigend und schmerzhaft werden. Unser Computer Gehirn, der uns auch schon mal gegen unseren Willen steuert, liebt eingelaufene Muster, bekannte Regeln und bequeme Verhältnisse. Wir richten uns gerne dauerhaft auf unsere Denkmuster ein, seien sie auch noch so alt und überholt.

Was ich dem Opa als Kind abgeschaut – gemodelt – habe, werde ich auch noch als Fünfzigjähriger anwenden, solange es für mich bis dahin keine schmerzhaften Konsequenzen und erzwungene neue Erkenntnisse brachte. Eine Führungskraft, die etwa laut schreiend den ganzen Betrieb unsicher macht, kann das Muster im Kopf haben: Schreien heißt Autorität haben! Das war bei Opa auch so! Eine schöne Aufgabe für einen NLP Coach!

Vielen Arbeitnehmer geht es aktuell an ihrem Arbeitsplatz ähnlich. Sie leben das Muster – ein Leben lang derselbe Arbeitsplatz, dasselbe Gebäude, dieselbe Aufgabe… und fühlen sich den neuen, immer schnelleren Entwicklungen im Job ausgeliefert. Sie sind  hilflos und blockiert und leiden zunehmend an Ängsten. Auf Dauer können sie psychosomatische Krankheiten entwickeln, die sogar irgendwann in chronischen Krankheiten enden können, sollten sie sich nicht von dem psychischen Druck befreien können.

Aus diesem Grund ist es heute für jeden Unternehmer und jeden Arbeitgeber von entscheidender Bedeutung, wie sie in ihren Betrieben Changeprozesse einleiten und umsetzen. Ob wirtschaftlicher Erfolg, ob innovative Kraft oder ob Kampf um die besten Fachkräfte – in allen Bereichen hat die intelligente Umsetzung von Veränderungsprozessen erhebliche Auswirkungen. Sie können sogar überlebenswichtig werden auf schwierigem Terrain und im knallharten Verdrängungswettbewerb.

Was kann passieren, wenn ein Unternehmer eine Veränderung – Change – plant? Zum Beispiel aus wirtschaftlichen, technischen oder persönlichen Gründen oder wegen hohen Wettbewerbsdruck, interessanter Forschungsvorhaben oder dringender Produktionsanpassungen. Zum Beispiel die Zusammenlegung von Abteilungen, die DIGITALISIERUNG des Unternehmens, die Aufstellung neuer Teams…?

Und wenn er dann zur Tat schreitet und in diesem Stadium vielleicht den externen Unternehmensberater mit der Ausarbeitung entsprechender Vorschläge beauftragt? Mit seinen Zahlen im Kopf und seinen Zielen vor Augen?

Und was ist mit seiner Belegschaft? Das wird schon!

Von wegen! Vertrauliche Konferenzen schüren Unwohlsein unter den Mitarbeitern. „Oben“ wird verhandelt und was passiert „unten“? Es gibt ständig Breaking News aus unbekannten Quellen – geheim, diffus, halbwahr. Es entsteht ein Gerücht.

F.C. Bartlett, Cambridge 1932, hat fünf Tendenzen bei der Gerüchtebildung herausgearbeitet: Das Gerücht

– vereinfacht

– strukturiert

– dramatisiert

– detailliert

– weist Schuld zu

Es wurzelt in einer subjektiven Wahrnehmung: Catering Personal schnappt einzelne Satzfetzen auf, interpretiert und kolportiert aus eigener Sicht.

Es lebt vom Spannungsverhältnis wahr/unwahr: Das kann doch nicht sein! Aber, wenn es doch so ist! Ich sag’s Dir!

Es führt zu negativen Erwartungshaltungen: Wie soll das noch werden? Das kann doch nicht gut gehen! Das war schon immer ein schlechtes Zeichen!

Es erzeugt starke Emotionen, die den Verstand teilweise ausschalten: Angst vor allem und jedem.

Und das Gerücht heißt CHANGE! Achten Sie einmal auf die physiologische Reaktion von Mitarbeitern in Unternehmen, wenn Sie das Wort CHANGE sagen. Die Gesichtszüge erstarren dezent, das professionelle Lächeln friert ein, und die Pupillen haben sich geweitet. Die Körperhaltung war eben noch lässig, wirkt jetzt bei gleicher Haltung verkrampft. Zeichen von emotionalem Stress!

Das Wort CHANGE löst in diesem Fall einen Gedanken aus, der zu einem Bild (Muster) führt, das Emotionen herbeiführt. Wenn in der Vorgeschichte – ob beruflich oder privat – eine schmerzhafte Veränderung stattgefunden hat, kann allein das Wort alles, was mit CHANGE zu tun hat, negativ besetzen! Das ist die ungünstigste Ausgangslage für erfolgreiche Veränderungen!

Vermeintlich unüberwindbare Emotionen sind zum Beispiel:

Angst – ich habe Angst, diffuse Angst vor etwas Unbekanntem, vor etwas Neuem,   vor etwas Fremdem

Befürchtungen – mir wird gekündigt, ich bin zuviel, wir werden aufgelöst

Ausgeliefertsein – ich kann nichts machen, das kommt oben, ich habe keinen   Einfluss

Zwang – ich muss, ich kann nicht selber, ich will nicht, aber…

Überforderung – das hab’ ich ja noch nie gemacht, das geht nicht, anders kann ich doch nicht

Angst, Befürchtungen, Ausgeliefertsein, Zwang, Überforderung… ungünstige unbearbeitete Emotionen beeinflussen das Denken, fahren den Verstand mehr und mehr runter und führen zu aberwitzigen Reaktionen bei den Kollegen am Arbeitsplatz und in der Familie zu Hause.

Es gibt zunehmend Missverständnisse: Der Kollege hat so komisch gegrüßt – werde ich jetzt auch noch gemobbt? Die Sitzordnung oder besser -strategie in der Kantine wird immer schwieriger! Wer mit wem, wer nicht mit wem oder gar wer nie mit wem? Gutgelaunte motivierte Kollegen riechen schon nach Verrat. Wer weiß denn schon?

Es gibt zunehmend Verschwörungen: Da machen wir nicht mit! Da stellen wir uns quer! Da streiken wir doch gleich! Am besten melden wir uns alle erst mal krank!

Es gibt zunehmend Vorverurteilungen: Der Chef hat keine Ahnung, der Abteilungsleiter ist ja bescheuert, der Gruppenleiter bestochen! Wieso alles ändern, war doch alles so toll!

Es gibt zunehmend voreilige Handlungen: in unserer Firma ist CHANGE – ich gehe! Das lass ich mir nicht gefallen! Sollen die sehen, wie sie ohne mich klarkommen!

Mit anderen Worten Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter bewegen sich auf maximalem Stressniveau. Jetzt kommt es – hoffentlich – zu einem Coachingauftrag, um die Situation schnellstmöglich in den Griff zu bekommen und dauerhaften Schaden vom gesamten Unternehmen abzuwenden.

 

CHANGE THE CHANGE

Warum nicht gleich von Anfang an einen NLP Coach beteiligen? „Dann geht alles wie von selbst!“

Zunächst kann der Coach das Wort „CHANGE“ entgiften. In dem er dem Wort durch eine Wortspielerei die Angst auslösende Wirkung nimmt, es umdreht in etwas attraktives, spannendes, Neugier auslösendes…

 

C.H.A.N.G.E.

Chance

High Potential

Ability

New Age

Growth

Emotion

Mit schönen Wörtern positive Gedanken hervorrufen, die Bilder auslösen, die wiederum wunderbare Emotionen wecken. Mit dieser Reaktionskette im Kopf fällt es dem Betrachter schon erheblich schwerer, CHANGE schrecklich zu finden. Im Coaching kann diese Kette individuell an den Klienten angepasst werden und mit einem Moment of Excellence und einem haptischen Anker nachhaltig verknüpft werden.

 

Create The Story

Marvellous

Emotional

Trendy

Adapted

Positiv

Helpful

Open-minded

Realistic

Unternehmensgeschichte schreiben – warum nicht auch den Changeprozess? Eine schöne Metapher – METAPHOR – finden, die zum Unternehmenszweck und zu seinen Zielen passt und die den gesamten Prozess unterstützend begleitet.

 

Find The Symbol

Addicting

Netting

Captivating

Hooking

Obsessing

Recreating

Ein Symbol – ANCHOR – für den CHANGE im Unternehmen finden. Symbole verkörpern Gemeinschaft, Zusammenhalt, Schutz. Mit einem gemeinsam erarbeiteten Symbol kann der Coach Emotionen auf den Punkt bringen und einen visuellen Anker setzen. Dieses Symbol soll alle Mitarbeiter „süchtig“ machen, miteinander verknüpfen, bezaubern, faszinieren, sie fesseln, sie wieder aufleben lassen!

 

Feel The Happy End

Belief  –  „Alles wird gut!“

Identification  –  „Einer für alle, alle für einen!“

Reset  –  „Wie früher, nur etwas anders und besser!“

Time  –  „Nichts ist mächtiger als eine Idee zur richtigen Zeit!“  Victor Hugo

Heaven – „…im siebten Himmel!“

Das gute Gefühl schon einmal im voraus haben:

„Der CHANGE ist gelungen. Wir gehörten zu den Ersten, die es geschafft haben. Es war nicht immer einfach. Es gab schmerzhafte Prozesse. Es war sehr anstrengend für alle. Wie bei einer normalen Geburt – BIRTH – eben. Aber jetzt ist das Baby da. Es ist kerngesund und fit für die Zukunft! Alle freuen sich, sind stolz auf ihr Produkt und empfinden große Befriedigung!“

Das sind die Emotionen, die für das gute Gelingen im CHANGE unverzichtbar sind.

Noch ein Blick mit dem Coach in die Zukunft. Sie ist fantastisch. Auf der Timeline nehmen die Klienten die guten Emotionen aus dem Prozess noch einmal auf und setzen sie schon einmal gedanklich vor den nächsten Change. Und so wird aus CHANGE:

 

ECHANGE

 

Beste Voraussetzungen für zukünftige erfolgreiche Veränderungen im Verein mit motivierten engagierten Mitarbeitern!

ECHANGE

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