Generation „Y“

 

Man muss die Menschen nehmen, wie sie sind. Es gibt keinen anderen!“ Konrad Adenauer

Generation „Y“ im Mittelstand

 Wir haben sie selbst erzogen. Wir wollten, dass sie eine andere Kindheit haben als wir hatten. Wir hatten die Vision von selbständigen, lebensfrohen, gut ausgebildeten Erwachsenen, die ganz anders sein würden als wir. Und wir haben sie bekommen – die Generation Y. Sie sind topp ausgebildet, sprechen mehrere Sprachen, verfügen über Auslandserfahrung, sind selbstbewusst, hoch motiviert. Und was passiert in den Unternehmen?

 „Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.“   George Bernhard Shaw

 Die jungen Neuen haben sich in alte Strukturen zu fügen: „das haben wir immer schon so gemacht“, „das ging noch nie“, „das macht man bei uns nicht“. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich derjenige dann nach einem anderen Job umsieht. Wahrscheinlich im Ausland! Stichwort: Work-Life-Balance . Der deutsche Mittelstand braucht dringend tippqualifizierte hoch motivierte Mitarbeiter. Was können wir tun, um sie zu locken und zu halten.

Mental Guard® Thinking

1.) Menschen arbeiten nicht für Geld allein! Vermitteln Sie den Neuen  Leidenschaft und Arbeitslust für Ihr Unternehmen. Leistungsfreude wirkt ansteckend. Zeigen Sie ihnen, dass sie, wirklich genau sie, gebraucht werden.

2.) Geben Sie den Neuen die Möglichkeit, intrinsische Motivation zu entwickeln. Es ist eine einmalige Chance für Ihr Unternehmen.

3.) Bieten Sie den Neuen die Möglichkeit, sich ihren Job selbst zu organisieren – ähnlich wie bei Selbständigen.

4.) Zeigen Sie Verständnis für andere Lebensentwürfe. Vielleicht kommen Sie sogar selbst noch ans Nachdenken? Lassen Sie sich doch mal von Lebenslust anstecken.

5.) Schaffen Sie Jahresgespräche oder Ähnliches ab. Sprechen Sie öfter und spontaner miteinander, dann erfahren Sie auch, was in Ihren Mitarbeitern wirklich vorgeht.

6.) Gehen Sie einen mutigen Schritt nach vorne – zum Beispiel mit der Einrichtung eines zusätzlichen Unternehmensarbeitsplatzes im häuslichen Bereich der Neuen.

7.) Geben Sie Ihren Neuen die Chance, Familie und Job zu verbinden – vielleicht mit einer betriebsinternen Kinderkrippe, rund um die Uhr – vielleicht mit einem organisierten Babysitterdienst, immer erreichbar – vielleicht mit einem großzügigen Supermarktangebot inklusive Einkaufsservice direkt im Unternehmen.

8.) Schaffen Sie unwiderstehliche Anreize mit großzügigen individuellen Familienprogrammen – Sport, Gesundheitsvorsorge, Kinderprogramme wie Musikschule, Ballett, Reiten…

9.) Lassen Sie Ihren Neuen viel Spielraum für berufliche und persönliche Weiterbildung. Organisieren Sie auf Wunsch den Familienurlaub – vergünstigt und mit besonderen „Schmankerln“

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“       Antoine de Saint Exupéry

Und jetzt setzen Sie sich einmal ganz gemütlich hin. Gehen Sie gedanklich durch Ihr Unternehmen. Genießen Sie die Vision einer Arbeitsatmosphäre, in der sich Ihre Mitarbeiter mit derselben Leidenschaft engagieren wie Sie – auch wenn es Ihnen heute ziemlich unwahrscheinlich vorkommen mag.

Denn es gibt sie jetzt schon – Unternehmen, die qualifizierte Bewerber magisch anziehen und lange halten können. Wollen Sie heute und morgen dazu gehören? Dann empfehle ich neue Maßstäbe und die Generation „Ypsilon“!

Gabriele Lönne

 

 

 

 

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